Felicia RS

Teil 1 Die Generalprobe: Langstrecke mit dem E-Auto…

oder wie wir mit dem Elektroauto Citigo e-iV in den Urlaub gefahren sind.

Disclaimer:

Beim Citigo e-iV (sowie VW e-UP und Seat Mii electric) handelt es sich noch um eine „veraltete“ Technik welche über kein aktives Thermalmanagement für den Akku verfügt. Dies bedeutet das der Akku nicht über eine aktive Kühlung verfügt und es daher zu Problemen kommen kann welche als Rapid Gate bezeichnet werden. Was dies für die Fahrt bedeutet erläutere ich im weiteren Text. Für den normalen Alltag mit dem Auto hat dies jedoch keinerlei negative Auswirkungen. Auch ist die Schnellladeleistung relativ langsam im vergleich zu neueren Elektroautos. Aber in 9 Monaten wurde der Wagen zu 95% daheim an der Wallbox geladen.

Nun ist eine Woche vergangen und der Alltag hat uns fast schon wieder. Wir haben das Abenteuer unternommen und sind mit dem Citigo in den Urlaub gefahren. Nicht völlig unvorbereitet und auch nicht ohne eine kleine Generalprobe, um die es heute gehen soll:

Die Generalprobe

Eine Woche vor dem Urlaub ging es es zum Klemmbaustein Shopping nach Weiterstadt und zurück. Ziel war es öffentlich zu laden und das möglichst mehrfach. Mit seinen 32kWh Akkukapazität kommt der Citigo auf ca. 250km Reichweite die auch schaffbar sind im Mix. Bei moderater Fahrweise und viel Stadtverkehr sind auch durchaus 300km realistisch. Aber auf der Tour nach Weiterstadt wollte ich Tempo machen. Wo es ging wurden zunächst 120 bis 130km/h gefahren und der Akku schnell geleert. Somit war bereits auf Höhe des Frankfurter Flughafens der erste Stop nötig. Und da das Navi vom Auto was Ladestationen angeht nicht ganz so hilfreich ist, sind wir mit zusätzlichen Apps gefahren.

Und wie sollte es anders sein die erste Schnellladesäule an einer Shell Tankstelle war wegen Straßenbauarbeiten nicht erreichbar. Bei entsprechend niedriger Restreichweite ein super Einstand der Ladeinfrastruktur. Beifahrer Stephan musste also schnell eine neue Säule finden und mein Finger wanderte auf die Eco+ Taste.

ALDI Süd die Rettung. Da gab es dann auch den ersten Baustein siehe Dach.

Glück im Unglück: die nächste Säule war eine Schnellladesäule bei einer ALDI Süd Filiale und es war auch noch ein Platz frei. Die Säule sagte 7% Restakku, das müsste auch mein persönlicher Tiefststand gewesen sein.
Das schöne ist diese Ladung mit der wir in 28 Minuten 50% draufgepackt haben, während wir etwas zum Frühstück gekauft haben kostete uns keinen Cent. Ein angenehme Ausgleich für unser erstes Negativerfahrung wenige Kilometer zuvor.

Ab dort war es auch nicht mehr so weit zum Ziel. Mit reduziertem Tempo ab Start wäre die Fahrt durchaus auch am Stück zu schaffen gewesen.

Kurz vor dem Ziel gab es dann noch einen kurzen Stop bei Škoda Auto Deutschland für das Titelfoto.

Ziel der Fahrt war es das Laden auf der Langstrecke zu testen und Klemmbausteine einkaufen zu gehen.

Halbzeit

Am Shoppingcenter angekommen hatten wir versucht die Lademöglichkeiten vor Ort zu nutzen. Hier waren leider 2 von 4 Wechselstrompunkten mit Typ2 Stecker defekt. Die anderen beiden waren leider belegt. Somit hatten wir uns via Schuko Stecker angeschlossen aber nur wenige Prozente während unseres Aufenthalts aufladen können. Kurz vor der Abfahrt war ein Typ 2 Anschluss frei und wir konnten noch 10% nachladen.

Auf dem Rückweg ging es auch zum ersten Mal mit Ladekarte an eine öffentliche Ladesäule. Mittels ODB2 Adapter konnten wir auslesen das der Akku 46°C erreicht hat und die ohnehin nicht so üppige Ladegeschwindigkeit reduziert hat.
Das ist das eingangs beschriebene Rapid Gate was das Nachladen spätestens beim 3. aufeinander folgenden Schnellladeversuch verlangsamt. Denn die Akkutemperatur fällt während der Fahrt nicht mehr all zu sehr und das Batteriemanagement reduziert die Leistung radikal um den Akku nicht noch mehr aufzuheizen. Ein Phänomen welches man vom Handy mit Schnellladfunktion kennt, die dann meist auch ziemlich warm werden.

Um einen weiteren Ladestop zu vermeiden haben wir den Rest der Tour dann etwas ruhiger angehen lassen.

Fazit

Es waren 451km Fahrtstrecke bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 62,15km/h (wahrscheinlich geschmälert durch die Standzeiten am Lader mit Zündung an). Der Durchschnittsverbrauch laut Auto betrug 12,35kWh bei einem absoluten Verbrauch von 55,7 kWh auf der Gesamtstrecke. Hinzu kommen noch Ladeverluste.
Leider haben wir uns auf der Hinfahrt auch noch einen fiesen Steinschlag mit Riss eingefangen. Somit musste die Frontscheibe innerhalb von 4 Tagen noch getauscht werden.

In Teil 2 geht es dann um den Urlaub an der Ostsee mit dem kleinen Stromer und wie wir diese Fahrt erlebt haben.

Habt Ihr Fragen schreibt es in die Kommentare. Vieles ist für mich wahrscheinlich so Selbstverständlich das ich es einfach als gegeben hinnehme.

Lieben Gruß euer Philipp

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